Information

Bei uns kann ab 13 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gepierct werden.
Ab 16 Jahren kannst Du dir unsere Einverständniserklärung hier downloaden, ausdrucken, ausfüllen und von einem Erziehungsberechtigten unterschreiben lassen.

 

Wichtig! dass Ihr bitte eine Ausweiskopie des Erziehungsberechtigten mit anheftet !
Hier deine Einverständinserklärung zum DOWNLOAD

DEIN PIERCING
Bevor wir Dir dein Wunschpiercing stechen, schauen wir erst genau nach ob wir dieses auch an dir praktizieren können. Denn jeder Mensch hat eine eigene Anatomie so das es nicht immer möglich ist, deinen Wunsch zu erfüllen. Falls wir Deinen Wunsch ablehnen, dann dient dies nur zu Deiner Geundheit. Jede Piercingart sollte mit Respekt behandelt werden. Die Pflege deines frisch gestochenen Piercings solltest du dann auch wirklich ernst nehmen. Wenn sich dein Piercing entzünden sollte, dann komme bitte SOFORT zu uns ins Studio.

Bitte einmal Vollnarkose!
Mit diesem Wunschgedanken kommen immer wieder Kunden in mein Piercing-Studio. Viele würden vor lauter Angst am liebsten nach den ersten paar Minuten ihre Meinung ändern und das Studio ohne Piercing auf dem schnellsten Wege verlassen. Wenn da nicht die Freunde wären! Wie soll man den Bekannten erklären, daß man jetzt doch kein Piercing hat und wie begeistert sind die Freunde, die man zum `Händchen halten´ mitgeschliffen hat, und die jetzt unverrichteter Dinge wieder mit nach Hause fahren können?

Daher stehen oft auf der anderen Seite der Theke Kunden die bereits vor dem Piercen `Bleichgesichter´ sind. Der Schweiß steht ihnen auf der Stirn und die Hände sind eiskalt. Wenn sie überhaupt noch fähig sind etwas zu fragen, dann kommt meist: “Aber eine Betäubung bekomme ich schon?” Und dann die unverhoffte und unerwünschte Antwort der Piercerin: “NEIN!” Das gibt vielen den Rest.

Ich versuche daher den Kunden logisch darzulegen, daß eine Betäubung viele Nachteile hat.

Beim Arzt bekommt man beim Blut abnehmen ja auch keine Betäubung und trotzdem ist noch keiner an den Schmerzen gestorben. Ob ich die Haut ansteche oder durchsteche macht vom Schmerz her nicht viel Unterschied. Das Schmerzempfinden ist sicherlich von vielen Faktoren abhängig z.B von der Person, der Stelle, Angst durch negative Vorerfahrung, Angst durch Beeinflussung u.a..

Es gibt mehrere Arten von Betäubung, wobei ich im Nachfolgenden auf 3 Arten eingehen möchte.

1. Betäubungsspritze:
darf nur von ausgebildetem Personal (Arzt, Krankenschwester, Heil praktiker)
gesetzt werden .

Wer kann behaupten, daß das Piercen ohne Betäubung schmerzt, wenn er es ohne Betäubung gar nicht kennt?
Ist es nicht paradox sich mit einer Nadel (Spritze) stechen zu lassen, um einen weiteren Stich nicht zu spüren? Ob mit oder ohne Betäubung hat man am Schluß jeweils 1-en Stich gespürt!
Das Betäubungsmittel besteht aus ein paar ml Flüssigkeit, die die zu piercende Hautregion aufschwemmt. Der Ein-und Ausstich (vor allem beim Nabel) kann nach dem Abschwellen schräg sein.
Der total verängstigte Kunde muß ein paar Minuten warten, bis das Betäubungsmittel überhaupt wirkt. Wobei ich von einer Kundin -die beim 1. Mal bei einer Ärztin war- weiß, daß bei ihr auf Grund von Zeitdruck die Betäubung noch nicht gewirkt hatte.

Ärzte haben auf Grund der Betäubung meist eine andere Piercing Technik. Es wird selten die zu stechende Stelle makiert und mit einer Klemme fixiert, sondern die Nadel einfach durch das betäubte Gewebe geschoben, was häufig schiefe und fehlplazierte Piercings zur Folge hat. (Dies Aussage hat sich die Verfasserin nicht ausgedacht, sondern auf Nachfrage von Kunden erfahren, die schon einmal bei einem Arzt zum Piercen waren).
Wie jeder, der schon mal beim Zahnarzt war, weiß, kommen die Schmerzen um so stärker, wenn die Betäubung nachgelassen hat.

2. Vereisungsspray`s / Lidocainspray`s: können von jedem angewandt werden.
Auf den Eisspray`s ist oft zu lesen: “Nicht einatmen!”. Wie sinnvoll ist es dann, den aufgetragenen Spray durch den Nadelstich in den frischen Stichkanal zu bringen?
Die Spray`s haben einen weiten Sprühradius. Dies kann bei Augenbrauenpiercings zu unangenehmen Treffern ins Auge führen.
Es ist stark anzuzweifeln, ob Eisspray`s tatsächlich den Schmerz lindern. Bei Kälte zieht sich die Haut zusammen und wird straffer / härter (z.B. Brust). Stecht doch mal mit einer Nadel durch ein gefrorenes Stück Fleisch und zum Vergleich in ein aufgetautes! Ihr werdet merken, wo man mehr Druck benötigt um die Nadel durchzustechen. Den stärkeren Druck merkt auch der Kunde, womit man wieder beim gleichen Ergebnis ist, wie ohne Kältespray. Wird ein Eispray benutzt, hat dieser meist nur einen Placeboeffekt!

Lidocainspray`s sind wie Kältespray`s, jedoch für Schleimhäute.
Wenn man sie benutzt jammern die Kunden meist über den widerlichen Geschmack. Bei Zungenpiercings werden die Speiseröhre und Lippen
unweigerlich mit betäubt. Wer dies kennt weiß genau was für ein ätzendes Gefühl das ist und über den Nutzen läßt sich streiten.
Lidocainspray`s im Genitalbereich? Viele von Euch haben bestimmt als Kind bei Erkrankungen `Wick vaporup´ auf die Brust bekommen (diese Salbe mit dem Wärmeeffekt).
Dieses Gefühl habt ihr auch bei Lidocain im Genitalbereich.

3. Betäubungssalbe (z.B. Emla-Salbe (5g) aus der Apotheke):
kann von jedem angewandt werden hat teilweise die gleichen Nachteile wie unter 1. und 2. aufgeführt.
Die Salbe benötigt ca. 1-2 Stunden um sinnvoll zu wirken. Hoffentlich ist der Kunde bis dahin nicht komplett in Ohnmacht gefallen!
Ein Lösung wäre, daß sich der Kunde schon vorab zum Einwirken die Salbe zu Hause aufträgt.

Leider habe ich fast nur Nachteile auflisten können, da mir kaum Vorteile bekannt sind.

Der einzige Vorteil von Betäubungen ist, daß dem Kunden die Angst -nicht der Schmerz- vor dem Piercen genommen wird.
Dies kann ein guter Piercer aber auch auf anderem Weg erreichen, indem er dem Kunden ein Gefühl von Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit vermittelt,
sowie sauber, präzise und schnell arbeitet. Denn nicht nur die positive psychische Einstellung des Kunden, sondern auch die Technik kann beim Piercen schmerz- mindernd wirken.


PFLEGEHINWEIS

Diese Empfehlung dient als Unterstützung zur Pflegeanweisung, die mit dem Piercer bereits besprochen wurde. Sie soll die wichtigsten Schwerpunkte bei der Pflege des neuen Piercings aufzeigen. Für einen schnellen, möglichst komplikationsfreien Wundheilungsverlauf empfehlen wir, die folgende Nachbehandlung gewissenhaft anzuwenden.

Wundbehandlung
2x täglich (wenn möglich morgens und abends, falls nicht anders vom Piercer empfohlen) desinfizieren. Nur das vom Piercingstudio empfohlene Mittel verwenden.
Vor der Wundbehandlung immer die Hände gründlich reinigen - wenn möglich desinfizieren.
Bei Bedarf und bei Empfehlung durch den Piercer, dass Piercing zu angegebenen Zeiten mit einem Wundschnellverband schützen.

Normale Reaktionen können sein:

  • Leichte Nachblutungen und Flüssigkeitsabsonderungen
  • Leichte Rötung der Haut
  • Leichtes Ziehen und Brennen
  • Schwellungen

Allgemein:
Wenig Stress und körperliche Belastung, viel Schlaf und eine gesunde Ernährung unterstützen die Wundheilungskräfte des Körpers.

Vorsichtsmaßnahmen:
  • Druck und Spannungen vermeiden!
  • Nicht am Piercing herumspielen!
  • Den Schmuck bis zur Abheilung nicht öffnen, entfernen oder wechseln (außer bei den Nachkontrollen im Studio wenn nötig)!
  • Pflegemittel oder -methode nicht ohne Absprache mit dem Piercer ändern!
  • Alkohol und andere Rauschmittel nicht übermäßig konsumieren!
  • Keinen Besuch in Saunen, Schwimmbädern oder Solarien ohne Absprache mit dem Piercer!
  • Vorsicht beim Umgang mit Kosmetika (z.B. Bodylotion, Make-Up) und Haarfärbemitteln!
  • Bei Einnahme starker Medikamente bitte Rücksprache mit dem Studio halten!
  • Bei Piercings im Mundraum mit einer antibakteriellen Mundspülung (z.B. Meridol) nach jeder Mahlzeit spülen!

Komplikationen:
Bei auftretenden Komplikationen, wie starken Schmerzen oder lang anhaltenden Nachblutungen, bitte umgehend an uns wenden. Falls dies nicht möglich ist, empfehlen wir, ein anderes Piercingstudio aufzusuchen. Wir raten dringend davon ab, selbst eine Diagnose zu stellen und den Schmuck ohne Rücksprache mit uns zu entfernen!  Der erste Schmuckwechsel sollte in unserem Studio durchgeführt werden. Dabei kann die richtige Handhabung mit dem Piercing und auch die benötigte Schmuckgröße in Erfahrung gebracht werden.
 
Einige Tipps fürs Zungenpiercing:
  • Mit Eiswürfeln (am besten Kamillenteeeiswürfel) die Zunge kühlen
  • Das Rauchen für ca. 24 Stunden unterlassen
  • Nach jeder Mahlzeit mit einer antibakteriellen Mundspülung spülen
  • Keine Milch oder Milchprodukte in den ersten 1-3 Tagen verzehren
  • Auf scharfe, oder extrem heiße Speisen verzichten
  • Vorsichtig essen
  • Viel trinken, am besten Mineralwasser

Die richtige Pflege von Skin Diver, Dermal Anchor & Microdermal
Wie bei allen Piercings spielt auch bei Single-Point Piercings die richtige Pflege eine entscheidende Rolle.
Händewaschen ist Pflicht! Niemals mit ungewaschenen Händen anfassen.
Vom Piercingstudio empfohlene Pflegemittel nutzen und regelmäßig verwenden.

Nach dem setzen eines Single-Point Piercings bekommst du ein Pflaster drauf, dieses erste Pflaster bleibt die ersten 24 Stunden drauf.
Danach vorsichtig das Pflaster entfernen und mit einem Pflegemittel (Hier) reinigen - desinfizieren. dann machst du bitte wieder ein Pflaster drauf
und wieder holst den Reinigungsvorgang aller 12 Stunden. ca. 2 Wochen lang. WICHTIG ist, dass du nach dem Reinigen immer wieder ein Pflaster drauf machst damit kein Dreck, oder Keime
in die Wunde eintringen können. Zudem dient das Pflaster zur Fixierung deinen Schmuckstückes.
Tabu in den ersten Wochen: lange Sonnenbäder, Schwimmen, Solarium und Sauna!

Allgemeine Abheilzeiten:
3 Wochen bis 8 Monate je nach Piercing und Heilungsverlauf.
Bei weiteren Fragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.